Verein wird Bürger weiter informieren

Die gravierenden Auswirkungen der geplanten Südumgehung sind vielen Bürgern nicht bekannt. Der Verein wird versuchen, durch sachliche Informationspolitik dagegen anzukämpfen.

Ver√∂ffentlichungsdatum: 
13.03.2008
PDF-File: 
Autor: 
Wolfgang Graf von Spee

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03.12.2012
Trassenentscheidung des Verkehrsausschusses

Der Ausschuss für Stadtentwicklung, Wirtschaft und Verkehr der Stadt Limburg hat am 26. November in einer lebhaften und vielbeachteten Sondersitzung über die Trasse der Südumgehung entschieden.
Mit den Stimmen von CDU und SPD hat sich der Ausschuss entschieden, die Alttrasse (Variante 2.1) zu empfehlen. Die finale Entscheidung liegt nun bei der Stadtverordnetenversammlung, die in ihrer Sitzung am 17. Dezember darüber abstimmen wird. Nachdem die Stadtverordnetenversammlung die Trasse final bestätigt hat, wird diese an das Bundesverkehrsministerium zur Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan gemeldet.

Die Entscheidung hat auch ein großes Echo in der Presse gefunden.

11.09.2012
Fragen an den Verkehrsausschuß Limburg

Am 12.09.2012 wird sich der Verkehrsausschuß der Stadt erneut mit dem Thema der Trassenwahl für die geplante Südumgehung Limburg beschäftigen. Während für die Abgeordneten des Stadtparlamentes die Auswirkung der geplanten Umgehung auf die Stadt Limburg im Vordergrund stehen, wird leicht der größere Zusammenhang vergessen, in dem diese Umgehung gesehen werden muss.

Die Südumgehung Limburg ist nur ein kleiner Teil in dem Gesamtprojekt „Neubau einer Umgehung Limburg - Diez, Holzheim mit einer Umgehung Flacht und Niederneisen im Zuge der B 54“. Dies ist das Projekt (Südumgehung Limburg, Umgehung Holzheim, Aartal-Umgehung) aus dem Bundesverkehrswegeplan mit der Nummer HE 7620. Hessen Mobil, die Planungsbehörde des Landes Hessen, hat dazu am 16.03.2012 schriftlich mitgeteilt, dass "nur durch diese bundesländerübergreifende Gesamtkonzeption eine positive Gesamtwirkung erreicht" werden könne. Die Verkehrsprognose des Gesamtprojektes stellt für die Umgehungen im Aartal jedoch fest, dass die dort geplanten Umgehungen alleine "als eigenständige Maßnahme ohne merkliche Fernwirkung einzustufen" seien. Während das Land Hessen den Bau der Limburger Umgehung also mit zu erwartenden Verkehrsströmen aus dem Aartal rechtfertigt, scheint es diese aus Sicht von Rheinland-Pfalz nicht zu geben.

Sinn machen diese Aussagen nur, wenn man in der Zukunft mit Verkehrsströmen rechnet, die heute noch nicht existierten - etwa über eine Verbindung zwischen dem Rheintal und dem Osten Deutschlands über Limburg und Gießen ("Brummipiste"). Eine Entlastung des innerstädtischen Verkehrs in Limburg durch die Südumgehung erwartet auf Seiten der Planungsbehörden aber anscheinend niemand.

15.09.2011
Überraschung beim Trassenvorschlag

Wie die NNP heute in mehreren Artikeln berichtet, hat das Amt für Straßen- und Verkehrswesen in Dillenburg dem Lenkungsausschuß den Trassenvorschlag präsentiert. Zur Überraschung aller schlägt das Amt den Bau der Limburger Umgehung auf der sogenannten Alttrasse vor, ein von Bebauung
freigehaltener Streifen zwischen den Straßen "Im großen Rohr"/Holzheimer
Straße und der Wiesbadener Straße. Der Vorschlag basiere auf den Ergebnissen der vorgenommenen Untersuchungen. Die Variante 1a, Südumgehung Limburg, sei schlicht zu teuer - 100 Millionen Euro soll diese Variante kosten, 2007 lagen die Schätzungen – je nach Variante – noch bei 37 bis 42 Millionen Euro. Schuld an der Kostenexplosion sei das Grundwasser, das die Umfahrung von Blumenrod so teuer gemachte habe (vor allem die Kostensteigerung bei der in einem Trog verlaufenden Abschnitt). "Wir vom Verein mussten die Planer doch erst einmal zum Jagen tragen", fasst Prof. Distler, 1. Vorsitzender unseres Vereins, etwas salopp die Ereignisse der letzten zwei Jahre zusammen - tatsächlich kamen die Hinweise auf die hydrologischen Schwierigkeiten vom Verein.

Unterschiedliche Reaktionen gab es von Seiten der Limburger Parteien. Laut NNP sei die CDU-Fraktion "erstaunt und verwundert über das Ergebnis". Für ein umfassendes Meinungsbild aus der Union sei es allerdings noch zu früh. Die CDU plant die Durchführung eines Bürgerentscheides, der allerdings auch zu einer kompletten Ablehnung der Umgehung führen kann.

Die Grünen lehnen den Bau einer Umgehung generell ab, unabhängig von der Trassenvariante. Eine Umgehung sei keine Antwort auf die aktuellen Verkehrsprobleme in Limburg. Ob diese verwirklicht werde, sei auch nach dem Beschluss des Lenkungsausschusses völlig offen.

Nach Einschätzung der FDP sei die Entscheidung über eine der Varianten
durchaus eine politische Entscheidung. Generell sehe die FDP durchaus die Möglichkeit einer Mehrheit für die Alttrasse, man selber bevorzuge aber weiterhin die Variante 3, die von den Fachbehörden schon vorab gar nicht mehr in die engere Wahl genommen worden war.

Nach Angaben von Werner Laux, Vorsitzendem der FWG, war man noch nie für die Umgehung um Blumenrod herum. Die Planung seien jedoch geduldet worden, damit es für Limburg eine Lösung gibt.
Nun komme nach Einschätzung von Laux wieder Bewegung in die Diskussion
und die Möglichkeit, eine breite politische Mehrheit für eine Variante zu finden. Und die erscheine Laux durchaus möglich: Neben der SPD und der FWG als alte Befürworter sehe er nun auch die CDU auf diese Variante einbiegen.

Partei und Fraktion der SPD haben stets auf die Umgehung auf der Alttrasse gesetzt. Von ihr geforderte Verbesserungen am Konzept wie der längere Tunnel seien mittlerweile eingearbeitet worden.

Bürgermeister Martin Richard sehe das Ergebnis nicht als politische
Niederlage. Es handele sich schließlich um keine politische Entscheidung, sondern ausschließlich um eine fachliche Bewertung nach Vorlage zahlreicher Gutachten und Untersuchungen.
Eine Anbindung an alle Holzheimer Varianten sei möglich, so dass dort unabhängig von Limburg eine Entscheidung getroffen werden könne.

04.01.2011
Armin Hillingshäuser tritt für die FWG an

Armin Hilligshäuser, eine der tragenden Säulen der Umgehungsgegner in Limburg und im Aartal, kandidiert für den Landtag in Rheinland-Pfalz. Haushalts- und Umweltpolitik stehen auf seiner Agenda.  

25.11.2010
Sigi Wolf ist Spitzenkandidatin

Bericht über die Versammlung des Ortsbeirates Limburg, auf der nach Presseberichten lange über die Themen Verkehrspolitik und Südumgehung diskutiert wurde - die NNP erwähnt dies jedoch nicht. 

26.06.2010
Verkehrsabnahme auf der B 54?

Der Verein "Keine Südumgehung Limburg e.V." sieht sich wieder einmal bestätigt. Nach bisher nicht veröffentlichten Zahlen des Hessischen Landesamtes für Strassen- und Verkehrswesen nimmt der Verkehr in der Diezer Strasse von Jahr zu Jahr ab. Nach der vorliegenden Statistik, welche der Limburger BZL-Vorsitzenden Sigrid Schmüer vom Wiesbadener Fachamt zugeleitet wurde, hat die Anzahl der Fahrzeuge pro Tag von 16.436 im Jahr 1995 auf 13.383 im Jahr 2005 abgenommen. Das von der Stadt finanzierte Gutachten für die Südumgehung hat dagegen für 2005 eine tägliche Fahrzeugmenge von 18.851 prognostiziert.  

03.12.2008
IHK-Präsident: Kein Grund zur Panik

Die IHL setzt 2009 auf das Thema "Mobilität ist Zukunft". IHK Präsident Günther Schmidt nannte den weiteren Ausbau der B 49 sowie den Bau der Limburger Südumgehung als dringlich. Die Entscheidung in Limburg sei schwierig, müsse aber im Interesse des Gemeinwohls getroffen werden, weil Limburg vom Innenstadt-Verkehr entlastet werden müsse. 

20.01.2005
Schub für Südumgehung

Limburg und das Land Rheinland-Pfalz wollen die Südumgehung voranbringen. Die Partner sind übereingekommen, die voraussichtlichen Kosten für die vorgeschriebenen Verkehrs- und Umweltuntersuchungen aufzuteilen. Ziel sei es, 2010 in der Planfeststellung zu sein. Der Bürgermeister der Stadt Diez Gerhard Maxeiner sieht die gemeinsame Planung als ein erfolgreiches Beispiel konstruktiver überregionaler Arbeit für den Ballungsraum Diez-Limburg, und Holzheims Ortsbürgermeister Werner Dittmar strebt mit dem Anschluss seiner Gemeinde an die ortsferne Südumgehung eine deutliche Entlastung der engen Ortsdurchfahrt an.