Projektbeschreibung und Beurteilungskriterien des Gesamtprojektes. Auszug aus der Dokumentation des Bundesverkehrswegeplans 2003.
Umweltverträglichkeitsstudie (UVS)
Die Umweltverträglichkeitsstudie besteht aus einem Textteil und einem Kartenteil.
Den Textteil können Sie hier downloaden.
Projektbeschreibung und Beurteilungskriterien des Gesamtprojektes. Auszug aus der Dokumentation des Bundesverkehrswegeplans 2003.
Die IHK Koblenz hat ein neues Strategiepapier für die Kommunalwahlkämpfe 2009 bis 2014 veröffentlicht, das an mehreren Stellen eine eindeutige Position zur geplanten Ost-West-Verbindung nimmt (Seiten 30 und 33), die insbesondere der lokalen Wirtschaft zu Gute kommen soll.
Die geplante Südumgehung ist nur ein Teil eines geplanten Ost-West-Frachtkorrdors, auf dem tausende Autos und Lastwagen täglich verkehren sollen.
Roger Lewerenz, neuer Minister für Infrastruktur in Rheinland-Pfalz, ist sich sicher, dass das Thema spätestens im Wahljahr 2016 wieder auf die Tagesordnung kommt.
Die Entscheidung der neuen Landesregierung gegen die Querung stürzt große Teile der Region in Depression.
Bei genauer Betrachtung der überregionalen Zusammenhänge erhärtet sich der Verdacht, dass die geplante Mittelrheinbrücke ein zentraler Baustein einer neuen Ost-West-Achse zwischen der A 3 bei Limburg und der A 61 mit dem Flughafen Hahn sowie über den geplanten Hochmoselübergang nach Belgien darstellen soll. Eine erste Bestätigung von offizieller, politischer Seite ist die jüngste Aussage von Herrn Landrat Günter Kern in der Rhein-Lahn-Zeitung vom 5. Januar 2011.
Zwei -miteinander zusammenhängende- Verkehrsprojekte sorgen derzeit im nördlichen Rheinland-Pfalz für Diskussionen. Sowohl um die Mittelrheinbrücke als auch die Aartal-Umgehung wird heftig gestritten, die geschätzten Kosten laufen aus dem Ruder und die Sinnhaftigkeit der Maßnahmen wird bezweifelt.
Die SPD-Kreistagsfraktionen des Rhein-Lahn-Kreises und des Rhein-Hunsrück-Kreises befürworten den Bau der Mittelrheinbrücke. Ohne die geplante Brücke seien Zukunftsaufgaben wie demografischer Wandel und Daseinssicherung nicht zu bewältigen, die Brücke soll zugleich aber keine Verkehrsachse von bundesweiter Bedeutung werden.
Die Landesregierung Rheinland-Pfalz schätzt, dass die Mittelrheinbrücke zu keinen zusätzlichen Verkehrsbelastungen in den anliegenden Ortschaften führen wird. Die Brücke sei vielmehr für die Verkehrsströme von der B 274 (Nastätten nach St. Goarshausen) zur B9 und weiter nach Koblenz von Bedeutung. Diese Einschätzung wirft die Frage auf, ob die Brücke nicht doch für eine neue Ost-West-Achse gedacht ist?
Das Welterbe-Komittee der Unesco hat die Pläne der Landesregierung für einen Brückenbau gebilligt. Die Reaktionen in der Regionen sind gemischt.
Ende Juli befasst sich das Welterbe-Komitee der Unesco zum dritten Mal seit 2008 mit der lange geplanten Rheinbrücke zwischen St. Goarshausen und St. Goar. Auf dem Tisch liegt eine ablehnende Stellungnahme vom Internationalen Rat für Denkmalpflege, während der Wirtschaftsminister von Rheinland-Pfalz einen Ausbau fordert. Ob und wievele Fähren durch den Brückenschlag eingespart werden können, ist zwischen Befürwortern und Gegnern umstritten.
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Nur eine Reaktivierung der Aartalbahn kann die Verkehrsbelastung auf der B 54 entscheidend verringern. Dies erklärte der Sprecher des Fahrgastverbands Pro Bahn & Bus im Rheingau-Taunus-Kreis. Es lägen mehrere Gutachten vor, die den volkswirtschaftlichen Nutzen einer Reaktivierung der Strecke bestätigt haben. Sowohl Schaefer Kalk in Hahnstätten als auch ACO-Guss in Aarbergen oder die Forstverwaltungen könnten ganz erheblich zu einer dauerhaften Entlastung der Bürger im Aartal beitragen.
Stellungnahme zu den NNP-Berichten über die Aar-Umgehung: Der Gemeinderat Niederneisen war anscheinend sehr schnell bereit, sämtliche Bekundungen der Vergangenheit für verträgliche Lösungen über Bord zu werfen. Die Anwohner der B 54 sollen entlastet werden. Dass an anderer Stelle Anwohner massiv belastet werden, wird verschwiegen.
Der Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen hat im Zusammenhang mit den Plänen zum Bau einer Umgehungsstraße im Aartal scharfe Kritik an den Ortsgemeinderäten von Flacht und Niederneisen geübt. Noch vor einem Jahr seien für beide Gremien ausschließlich die Varianten V und VI akzeptabel gewesen, jetzt seien beide Ortsgemeinderäte auf die Linie des Landesbetriebs Mobilität (LBM) eingeschwenkt und hätten einer Planung zugestimmt, die die Varianten I bis IV beinhalte.
„Die Ursachen für den Sinneswandel der Volksvertreter sind weder bekannt noch nachvollziehbar“, monieren die Grünen und erinnern daran, dass die ersten vier Varianten auf Drängen des LBM ursprünglich nur zu Vergleichszwecken herangezogen worden seien.
Obwohl klar ist, dass der Bund die beiden teuren Varianten V und VI nicht bauen wird und die Bürger und viele Gemeindevertreter die Billigvarianten ablehnen, hat auch der Gemeinderat Niederneisen dafür plädert, weiter zu planen. Das Verfahren werde entweder jetzt oder später im Raumordnungsverfahren sofort beendet, sobald klar ist, dass nur die teuren Tunnel- oder Troglösungen in Frage kommen.
Bündnis 90/Die Grünen Diez-Hahnstätten beharrt auf seiner Position und lehnt den Bau einer Umgehungsstraße im Aartal ab. Gleichzeitig wundern sich die Parteistrategen über den Sinneswandel der Ortsgemeinderäte Flacht und Niederneisen. Die vorliegenden Verkehrszahlen berücksichtigen weder das BUND-Gutachten noch den Einfluss der Aartalbahn, die demografische Entwicklung sei bei der Verkehrsprognose ebenfalls nicht berücksichtigt worden. Einflussfaktoren wie Hochwassergefährdung und Grundwasserproblematik seien bislang nicht betrachtet worden.
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Ein Nachtfahrverbot für LKW komme laut des Vorsitzenden der B.I.O. im Aartal nicht infrage, denn der Verlust an Arbeitsplätzen und Steuereinnahmen sei nicht zu verkraften. Für die Umgehung gebe es keine Alternative. Dumm nur, dass diese aufgrund des Patts bei der Trassenwahl in sehr weite Ferne gerückt ist. Aber in der Politik sollte man ja langfristig denken, und nicht mit Aktivismus versuchen, Probleme kurzfristig zu lösen...
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